Alpenklinik Santa Maria

Warum Sporttherapie?

Sport hilft Asthma-Kranken ihre Krankheit besser bewältigen zu können. Regelmäßige körperliche Betätigung trainiert die Lunge, stärkt die Atemmuskulatur und schützt vor Infekten. Daraus folgt eine bessere Verträglichkeit körperlicher Belastung nicht nur beim Sport sondern auch im Alltag.

Durch die Sport-therapie sollen die Betroffenen lernen ihren eigenen Zustand richtig einzuschätzen. Dass dies möglich ist, beweisen viele Hochleistungssportler, wie Jan Ullrich, Anni Friesinger oder Sandra Völker.

Die besten Sportarten für Asthmatiker sind Ausdauersportarten mit kontinuierlicher Belastung. Hierzu zählen Schwimmen, Radfahren, Ski-langlauf, Inlineskating, Jogging, Wandern und Walking.

Durch Ausdauertraining sinkt die Herz- und Atemfrequenz bei Belastungen. Somit verschiebt sich die Schwelle bei der Atemnot auftritt nach oben.

Für asthmakranke Kinder ist die sportliche Betätigung besonders wichtig, da durch körperliche Belastung wichtige Anreize für eine normale Entwicklung der Organe, der Muskulatur und des Knochensystems gesetzt werden.Bevor das Training beginnen kann müssen Asthma-Patienten unter ärztlicher Kontrolle stehen und wenn nötig eine medikamentöse Einstellung bekommen. Bei der Wahl der Sportart für ihr Kind sollte darauf geachtet werden, dass die Trainingsstunden Freude bereiten und regelmäßig durchgeführt werden.

Nach Belastungen sind ausreichende Erholungspausen nötig um die Atmung wieder auf die normale Atemfrequenz zu senken. Außerdem ist der augenblickliche gesundheitliche Zustand des Kindes und der Schweregrad des Asthmas zu berücksichtigen.

Damit Eltern ihre Kinder auch beruhigt zum Sport schicken können, führen in der Alpenklinik Santa Maria die Sporttherapeuten regelmäßig eine Begleitpersonenschulung durch. In dieser werden oben genannte Inhalte erläutert und besprochen.

In luftige Höhen ging es für unsere Schulkinder im Klettersteig. Der richtige Umgang mit Karabinern am Drahtseil war schnell erklärt. Die Kletterei erforderte Konzentration und Schwindelfreiheit. Ein kleines Abendteuer für jeden von uns.

Hier liegt das Augenmerk auf den Umgebungsbedingungen. Die Kinder und Jugendlichen sollen an der frischen Bergluft mit viel Sonne die Therapie durchführen und „auftanken".

Das können hier in Oberjoch auch alle, die auf Pollen allergisch sind, denn auf 1200 Meter über dem Meer, treten diese in sehr viel geringeren Mengen als in tieferen Lagen auf.

Das gleiche gilt für Asthmatiker. Außerdem ist die Aussicht auf das Allgäuer Bergpanorama, das immer im Hintergrund ist, auch nicht zu vernachlässigen.

Auf geht´s an die frische Luft...

Diese Therapie findet für alle Patienten zweimal pro Woche statt und dauert jeweils 45 Minuten. Die Übungseinheit besteht aus einer Aufwärmphase, einer Belastungsphase und einer Abklingphase. Sogar die Kleinsten dürfen sich beim Bambinisport (bis 2,5 Jahre) schon versuchen, genauso wie die Jugendlichen.

Die Aufwärmphase wird in Intervallform durchgeführt und dauert ca. zehn Minuten. Diese Erwärmung wird meist in spielerische Formen mit Bällen, Luftballons oder anderen Hilfsmitteln verpackt. Zur Auflockerung gibt es außerdem noch die passende Musik. Ein weiterer Bestandteil der Vorbereitung auf die kommende Belastung sind atemerleichternde Körperstellungen, wie z.B. der Schneidersitz.

In der Belastungsphase werden viele verschiedene Spiel- und Übungsformen, die alle viel Spaß machen und sehr wichtig für die Entwicklung von Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit und vor allem der Koordination sind.

Die Abklingphase soll die Atem- und Herzfrequenz wieder auf normale Verhältnisse senken und den Körper lockern. Für Asthma-Patienten ist es außerdem sehr wichtig, die Lunge am Ende der Belastung zu entspannen, um eine mögliche Atemnot zu verhindern.

Die Therapie im Wasser trägt einen großen Teil zur Genesung der Asthma-Patienten bei. Denn bei körperlicher Anstrengung im Wasser besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass Anstrengungsasthma ausgelöst wird. Dies liegt überwiegend an den Umgebungsbedingungen im Schwimmbad, der warmen und feuchten Luft.

Durch das Ausatmen unter Wasser beim Schwimmen, wird ebenfalls das Risiko einer Atemnot gesenkt. Denn aufgrund des Widerstandes des Wassers bei der Ausatmung wird Luft in die Lunge zurückgestaut, somit bleiben die Bronchien offen und es kann auf höchstem Niveau Sport getrieben werden.

Durch regelmäßiges Schwimmtraining findet sehr schnell eine Ökonomisierung der Atmung und eine Verbesserung der Herz-Kreislauf-Leistung statt. Hieraus resultiert eine Anhebung der Schwelle, bei der Atemnot ausgelöst wird. Wasser hat außerdem noch weitere positive Wirkungen, so zum Beispiel die Senkung des Muskeltonus, d.h. Verspannungen werden gelöst und die Muskulatur gelockert. Zudem wird die allgemeine Beweglichkeit verbessert.

Der Auftrieb als physikalische Eigenschaft des Wassers lässt viele Körper- bzw. Bewegungserfahrungen zu, die an Land nicht durchführbar sind. Dadurch werden Bewegungsfreude und Bewegungsbereitschaft der Asthamtiker gefördert.

Hier in der Klinik Santa Maria gibt es ein Schwimmbad mit einem 17m-Becken und ein Planschbecken für die ganz Kleinen. Für die Therapie stehen zudem Schimm-bretter, Poolnudeln, Flossen, Tauchringe, Wasserbälle, Aquajogging-Gürtel und viele andere Gegenstände zur Verfügung mit denen man viel Spaß haben kann. Die Stunden werden aus spielerischen und therapeutischen Elementen zusammengestellt. Na denn auf in das nasse Vergnügen!

Um das individuelle Gesundheitsrisiko, das durch Adipositas langfristig gesehen besteht, zu minimieren und das Problem des Übergewichts zu lösen, ist eine dauerhafte Umstellung des Lebensstils notwendig. Hier sind vor allem körperliche Aktivität und Ernährungsgewohnheiten von großer Bedeutung, um bis ins hohe Alter gesund zu bleiben.

Die Klinik Santa Maria bietet anhand verschiedener Schulungen in Verbindung mit der sporttherapeutischen Bewegungstherapie ein umfangreiches Programm an. In vier bis sechs Wochen lernen die Kinder und Jugendlichen, wie sie abnehmen und das Gewicht anschließend halten können.

Unser Trainingskonzept basiert hauptsächlich auf Ausdauertraining und Intervalltraining, denn so ist es am besten möglich, eine Reduktion des Körperfettanteils zu erreichen.

Eine wichtige Hilfe hierfür ist das Fahrradergometer-Training und Wassergymnastik bzw. das Aquajogging als Ausdauertrainingsform im Schwimmbad.

Aquajogging hat viele Vorteile, die wir hier in der Sporttherapie nützen:

  • macht viel Spaß und Freude trotz hoher Belastungen
  • ist für alle Altersklassen, Schwimmer sowie Nichtschwimmer geeignet
  • nach dem Aquajogging fühlt man sich fast wie „neu geboren"
  • im Wasser können verschiedene koordinative Übungen besser als an Land durchgeführt werden
  • ist gut zum Abnehmen geeignet, da der Wasserauftrieb das Körpergewicht reduziert und damit die Gelenke geschont werden

Fahrradergometer-Training:

  • findet in der Gruppe statt und wird mit Musik gesteuert
  • spezielle Kurseinheiten finden auf den Spinningfahrrädern statt
  • hat positive Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem und verbessert die Ausdauerfähigkeit
  • die Kraftausdauer wird an den Fitnessgeräten trainiert, was eine bessere Haltung bewirkt
  • durch Pulsmessungen(Polargeräte) werden die Trainingseinheiten gesteuert und die Motivation der Teilnehmer gesteigert

Bereit für Veränderung ?

Um unsere Fitness zu erhalten, bzw. zu verbessern eigenen sich besonders Ausdauersportarten wie z.B. Fahrrad fahren, Laufen, Schwimmen, Nordic Walking, Skilanglauf und vieles mehr. Auch wenn das Wetter einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht, kann man dennoch die Fitness auf einem Fahrradergometer zu Hause oder im Fitnessraum steigern. Grundsätzlich sollte hierbei eine niedrige Intensität gewählt werden, da hier eine optimale Fettverbrennung gewährleistet wird. Diese wird positiv unterstützt, umso länger die Beanspruchung dauert.

Die Vorteile des Fahrradergometers sind zum einen die genaue Dosierbarkeit der Intensität. Diese kann individuell über die Wattzahl bestimmt werden und nach gewisser Anpassung des Körpers kann die Belastung gesteigert werden. Des Weiteren werden die Gelenke beim Fahrradergometer weniger beansprucht als beim Laufen oder Walken. Auch wer den Kontakt zu anderen Menschen sucht ist hier an der richtigen Stelle. Bei einer Unterhaltung mit dem besten Freund/Freundin vergeht die Zeit wie im Fluge ohne dass es für einen besonders anstrengend war.

Eine spezielle Form des Fahrradergometers ist das Spinningfahrrad. Beim Spinning wird mit Musik trainiert, die genau an die Stunde angepasst ist. Dabei werden vor allem Ausdauer und Fitness gestärkt. Das Spinninggerät ist außerdem anders konstruiert als übliche Fahrräder, deshalb können verschiedenste Fahrweisen durchgeführt werden. Es werden Steigungen, Bergabfahrten und Teilstücke in der Ebene imitiert. Dadurch werden Körper und Geist in Harmonie gebracht. Am Ende der Stunde kann jeder, der durchgehalten hat, für sich persönlich ein Erfolgserlebnis verbuchen.

Es wird spannend auf dem Oberjoch...

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Literatur

  • www.gesundheit.de
  • www.asthma.msd.de
  • Asthma & Sport: Theoretische Grundlagen und praktische Handlungsanleitungen.
    (1997). Lecheler, J., Biberger, A. und Pfannebecker, B. INA-Verlag: Berchtes-gaden.
  • Zeitschrift Gesundheitssport und Sporttherapie. (ab 1999).
    Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) e.V. Hürth-Efferen.

Alpenklinik Santa Maria Ansprechpartner

Alpenklinik Santa Maria

Sporttherapeutisches Team
Tel  (08324) 78 - 199

Gerne können Sie auch 4-12 wöchige Praktika bei uns in der Sporttherapie absolvieren. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf: per email oder unter der Telefonnummer 08324/78-199.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail in einem PDF-Dokument.

 

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